Was ist eine WG?
Eine WG (Wohngemeinschaft) ist eine Wohnung, die sich mehrere Menschen teilen: Jeder hat ein eigenes Zimmer, Küche, Bad und oft das Wohnzimmer werden gemeinsam genutzt. Viele Neuankömmlinge in Berlin starten in einer WG — Zimmer sind leichter zu finden als Wohnungen und oft schon möbliert.
Kosten im Vergleich
- WG-Zimmer: Laut einer Studie aus dem Jahr 2026 kostete ein WG-Zimmer in Berlin im Schnitt rund 650 € im Monat, meist inklusive Nebenkosten. Internet und Rundfunkbeitrag teilen sich die Mitbewohner.
- Eigene Wohnung: Sie zahlen die ganze Miete und die Kaution, kaufen Möbel und eventuell eine Küche und schließen Strom- und Internetverträge selbst ab. Dafür gehört der ganze Platz Ihnen.
- Kaution: Für ein WG-Zimmer ist sie meist kleiner, weil die Miete niedriger ist — es gilt aber dieselbe Obergrenze von drei Nettokaltmieten.
Vertragsarten in einer WG
- Untermietvertrag mit dem Hauptmieter. Der Hauptmieter braucht für die Untervermietung die Erlaubnis des Vermieters. Endet das Hauptmietverhältnis, müssen Sie in der Regel ebenfalls ausziehen.
- Eigener Vertrag mit dem Vermieter für Ihr Zimmer — sicherer; üblich bei Vermietern, die Wohnungen an WGs vermieten, und in Wohnheimen.
- Alle in einem Vertrag als Hauptmieter: Alle haben die gleichen Rechte, haften aber jeweils für die gesamte Miete.
Bestehen Sie auf einem schriftlichen Vertrag und vergewissern Sie sich, dass der Vermieter der Untervermietung zugestimmt hat. Unerlaubte Untervermietung kann den Hauptmieter die Wohnung kosten — und Sie Ihr Zimmer.
Anmeldung und Jobcenter
- In einer WG melden Sie sich an wie in jeder anderen Wohnung. Die Wohnungsgeberbestätigung unterschreibt, wer Ihnen das Zimmer vermietet — bei Untermiete der Hauptmieter. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Anmeldung.
- Klären Sie vor dem Einzug, ob Sie sich unter der Adresse anmelden dürfen. Wenn nicht, suchen Sie besser ein anderes Zimmer.
- Zahlt das Jobcenter Ihre Miete, legen Sie ihm das Mietangebot vor der Unterschrift vor. Ein eigener Vertrag für Ihr Zimmer erleichtert den Nachweis Ihres Kostenanteils.
Vor- und Nachteile
WG: schneller zu finden, günstiger, oft möbliert; Gesellschaft und Hilfe im Alltag in den ersten Monaten. Nachteile: weniger Privatsphäre, gemeinsame Regeln für Putzen und Besuch und bei Untermiete weniger Sicherheit.
Eigene Wohnung: Privatsphäre, eigene Regeln und ein stabiler, langfristiger Vertrag — wichtig für Familien und für eine Wohnung mit WBS. Nachteile: höhere Kosten, längere Suche und mehr Papierkram.
So finden Sie ein gutes WG-Zimmer
- Schreiben Sie eine persönliche Nachricht: wer Sie sind, was Sie machen, wie lange Sie bleiben möchten und ab wann Sie einziehen können.
- Rechnen Sie mit einem „WG-Casting“ — einem Treffen, bei dem die Mitbewohner Sie kennenlernen.
- Fragen Sie, was in der Miete enthalten ist, welchen Vertrag Sie bekommen und für wie lange.
- Im Katalog von Flat-Radar finden Sie auch einzelne Zimmer zur Miete.
Für Zimmer gelten dieselben Regeln gegen Betrug: Zahlen Sie nie, bevor Sie das Zimmer persönlich gesehen und den Vertrag unterschrieben haben.
Fazit
Brauchen Sie schnell ein Zuhause oder sind Sie gerade erst nach Deutschland gekommen, ist ein WG-Zimmer oft der beste Start. Wollen Sie lange bleiben, wohnen Sie mit Familie oder haben Sie einen WBS, suchen Sie parallel nach einer eigenen Wohnung — lesen Sie, wie Sie eine Wohnung in Berlin finden.