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Schufa: So bekommen Sie eine Bonitätsauskunft für den Vermieter

Die meisten Vermieter in Deutschland möchten eine Bonitätsauskunft der SCHUFA sehen. Hier lesen Sie, wie Sie sie bekommen, was sie kostet und was Sie tun können, wenn Sie gerade erst angekommen sind.

Aktualisiert: 02.10.2026

Was ist die Schufa?

Die SCHUFA ist die größte private Auskunftei Deutschlands. Sie sammelt Daten von Banken, Mobilfunkanbietern, Onlinehändlern und anderen Unternehmen: Konten, Kredite, Verträge und offene Forderungen. Daraus berechnet sie einen Score, der zeigt, wie zuverlässig Sie zahlen. Vermieter schätzen damit ein, ob die Miete pünktlich kommt.

So kommen Sie an Ihre Schufa-Daten

  • Kostenlose Datenkopie (nach Art. 15 DSGVO): online auf der SCHUFA-Website oder per Post bestellen. Sie enthält alle über Sie gespeicherten Daten und kommt per Post — das kann einige Wochen dauern.
  • Kostenloser SCHUFA-Account: Seit März 2026 können Sie Ihren Score und Ihre Daten online auf der SCHUFA-Website oder in der App einsehen. Dafür identifizieren Sie sich online, zum Beispiel mit der Online-Ausweisfunktion (eID).
  • SCHUFA-BonitätsCheck (rund 30 €): ein Nachweis speziell für Vermieter. Er enthält nur, was ein Vermieter braucht, ohne Details zu Ihren Verträgen, und steht nach der Identifizierung sofort als PDF bereit.

Die vollständige Datenkopie enthält viel mehr Informationen, als ein Vermieter braucht. Geben Sie sie statt des BonitätsChecks weiter, dürfen Sie Angaben schwärzen, die für die Vermietung keine Rolle spielen.

Der neue Score

Seit März 2026 nutzt die SCHUFA einen neuen Score von 100 bis 999 Punkten. Er wird aus 12 Kriterien berechnet, die Sie in Ihrem Account sehen. Je höher der Score, desto besser Ihre Bonität.

Neu in Deutschland und noch keine Schufa?

Die SCHUFA speichert erst Daten, wenn Sie in Deutschland zum Beispiel ein Bankkonto eröffnet oder einen Vertrag abgeschlossen haben. Eine leere Akte ist kein Negativeintrag, aber Vermieter verlangen womöglich andere Nachweise. Bieten Sie Alternativen an:

  • Arbeitsvertrag und Gehaltsabrechnungen oder eine Bestätigung des Arbeitgebers;
  • Kontoauszüge mit regelmäßigen Eingängen und Mietzahlungen;
  • eine schriftliche Bestätigung, dass Jobcenter oder Sozialamt die Miete übernehmen;
  • eine Bürgschaft einer Person mit stabilem Einkommen in Deutschland;
  • eine Referenz Ihres bisherigen Vermieters — auch aus dem Ausland.

Eröffnen Sie so früh wie möglich ein deutsches Girokonto — meist beginnt damit Ihre SCHUFA-Akte.

So halten Sie Ihren Score gut

  • Rechnungen, Miete und Raten pünktlich zahlen und Mahnungen nicht ignorieren;
  • einmal im Jahr die eigenen Daten prüfen — per kostenloser Datenkopie oder im Account;
  • falsche Einträge korrigieren lassen — die SCHUFA muss unrichtige Daten kostenlos berichtigen;
  • nicht viele Kredite und Kreditkarten in kurzer Zeit beantragen.

Vorsicht bei Websites, die für eine „kostenlose Schufa“ Geld verlangen oder versprechen, Negativeinträge zu löschen. Offizielle Informationen und Nachweise bekommen Sie direkt bei der SCHUFA.

Wie geht es weiter? Lesen Sie, wie Sie eine Wohnung in Berlin finden, und stöbern Sie im Katalog von Flat-Radar.

Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Regeln und Beträge können sich ändern und je nach Stadt abweichen – prüfen Sie die offiziellen Websites.

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